Wasser ist das Lebenselixier jeder Pflanze – auch von Cannabis. Doch nicht jedes Wasser ist gleich. Neben der reinen Hydration reguliert Wasser den Flüssigkeitshaushalt der Pflanze und dient als Haupttransportsystem für Nährstoffe. Für Indoor-Grower sind Wasserqualität, pH-Wert und elektrische Leitfähigkeit (EC) entscheidend für gesunde, ertragreiche Pflanzen.
Cannabis nimmt drei Makronährstoffe primär über das Gießwasser auf:
In inertem Substrat (Blähton, Steinwolle, Kokos, Aeroponik) müssen diese Nährstoffe bei jeder Bewässerung gezielt zugegeben werden.
Der EC-Wert (elektrische Leitfähigkeit) gibt die Salzkonzentration in der Nährlösung an. Jede Wachstumsphase hat einen optimalen EC-Bereich. Regelmäßiges Messen verhindert Unter- und Überdüngung (Nährstoffbrand).
Selbst bei perfekter Düngung blockiert ein falscher pH-Wert die Aufnahme. Cannabis gedeiht bei pH 5,8–6,8 (leicht sauer). Außerhalb dieses Fensters werden Mineralien unlöslich – die Pflanze "verhungert" trotz vollem Tisch. Tägliche pH-Kontrolle und -Korrektur (pH-Up/Down) sind Pflicht.
Leitungswasser schwankt in Mineralien, Chlor und pH. 24 Stunden abstehen lassen entfernt Chlor. Für Präzision nutzen viele Grower Osmosewasser (RO) und bauen das Mineralprofil gezielt auf.
Wasser-Management – pH, EC, Düngezeitpunkt – trennt durchschnittliche von exzellenten Ernten. Es geht nicht ums Gießen, sondern um die richtige Chemie zum richtigen Zeitpunkt.
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